Einschränkungen herkömmlicher Ausleger-Offset-Systeme: Schwerpunkt auf den Unannehmlichkeiten im Einsatz
Auslegerversatzmechanismen waren nicht neu. Herkömmliche Konstruktionen wiesen jedoch mehrere Einschränkungen auf.
1) Verminderte Stabilität
Konventionelle Versatzmechanismen verwenden typischerweise eine zweiteilige Auslegerkonstruktion mit einem Gelenk in der Mitte. Hydraulikzylinder bewegen dieses Gelenk, um den Auslegerarm horizontal zu verschieben. Bei dieser Bauweise biegt sich der Ausleger jedoch in der Mitte, wodurch die Last des Aushubmaterials deutlich vom Schwerpunkt der Maschine entfernt liegen kann. Dies kann die Stabilität bei Arbeiten unter hoher Last beeinträchtigen. Auch die Montage schwerer Anbaugeräte kann die Stabilität der Maschine verringern.
2) Begrenzte Grabtiefe
Eine weitere Herausforderung stellte die Grabtiefe dar. Beim Versetzen des Auslegers konnte ein Teil des Versatzmechanismus mit der Grabenkante kollidieren und so die Grabtiefe begrenzen. Um weitergraben zu können, mussten die Bediener die Maschine häufig neu positionieren. Dieses wiederholte Umsetzen der Maschine stellte ein erhebliches Hindernis für effizientes Arbeiten dar.
3) Begrenzte Vielseitigkeit
Es gab auch Grenzen hinsichtlich des Umfangs der integrierbaren Zusatzfunktionen. Bedenken hinsichtlich der Stabilität erschwerten die Kombination des Versatzmechanismus mit Funktionen wie dem Schwenken des Auslegers. Daher konnten herkömmliche Auslegerversatzsysteme die Anforderungen im praktischen Einsatz nicht vollständig erfüllen.
„Wir wollen eine Maschine, die mehr Aufgaben effizienter erledigen kann.“
Es handelte sich dabei nicht nur um technische Einschränkungen. Es waren alltägliche Unannehmlichkeiten, mit denen die Bediener auf der Baustelle konfrontiert waren.
Die Ingenieure von Takeuchi nahmen diese Bedenken ernst und betrachteten sie nicht als unvermeidbare Einschränkungen, sondern als Herausforderungen, die es zu lösen galt.
Konventionelles Denken in Frage stellen: Eine Maschine für vielfältige Aufgaben
Die Ingenieure von Takeuchi hatten sich zum Ziel gesetzt, die lange Zeit als Standard geltenden technischen Beschränkungen zu überwinden. Ihr Ziel war einfach: eine Maschine zu entwickeln, die höhere Produktivität ermöglicht und gleichzeitig die Arbeit des Bedieners erleichtert. Der Wunsch, „Produkte zu liefern, die die Kundenerwartungen übertreffen“, wurde zur treibenden Kraft hinter dem Durchbruch konventioneller Denkweisen.
Das Ergebnis war das STS Boom System, das 1999 von Takeuchi entwickelt wurde. Basierend auf dem Konzept, „die ultimative Manövrierfähigkeit kleiner Bagger auf mittelgroße Maschinen zu übertragen“, wurde das System beim ersten Modell der FR-Serie, dem TB75FR, eingeführt.
Das STS-Auslegersystem platziert den schweren Versatzmechanismus nahe dem Schwerpunkt der Maschine. Dies trägt zur Stabilität bei und ermöglicht gleichzeitig eine hervorragende Grabkraft. Da sich der Auslegerfuß seitlich bewegt, kann die Maschine unabhängig von der Auslegerposition eine Grabtiefe erreichen, die mit der eines herkömmlichen Baggers vergleichbar ist. Durch die seitliche Bewegung des Auslegers ermöglicht das STS-Auslegersystem einer einzigen Maschine die Bewältigung eines breiten Aufgabenspektrums.
1) Stabilität ohne Kompromisse bei der Offset-Funktionalität
Das STS-Auslegersystem platziert den schweren Versatzmechanismus nahe dem Schwerpunkt der Maschine und sorgt so für hohe Stabilität. Durch die maximale Versetzung des Auslegers nach rechts von der Kabine wird der Schwerpunkt der Maschine zudem nach hinten verlagert, was ein stabiles Grabverhalten ermöglicht, das mit dem eines Baggers mit festem Ausleger vergleichbar ist.